Autor: LANDY, Derek // Titel: Skulduggery Pleasant: Der Gentleman mit der Feuerhand // Originaltitel: Skulduggery Pleasant: Scepter of the Ancients // Verlag: Loewe // Erschienen: September 2007 // ISBN-10: 3785559224 // ISBN-13: 978-3785559222 // Seiten: 344 // Einband: gebundene Ausgabe // Preis: 16,90 € // Genre: Fantasy, Kinder- und Jugendbuch, Abenteuer
Inhalt
Stephanie ist zwölf Jahre alt, als ihr geliebter Onkel Gordon stirbt und ihr sein Anwesen hinterlässt – schon als sie die erste Nacht in “ihrem Haus” verbringt, geschehen seltsame Dinge und nur wegen der Hilfe eines vermummten Mannes, Skulduggery Pleasant, fällt sie ihrem eigenartigen Angreifer nicht zum Opfer.
Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Skulduggery alles andere ist, als einfach nur ein komischer Kauz; Er ist ein lebendiges Skelett mit magischen Fähigkeiten. Mit Stephanie an seiner Seite versucht er, die Welt vor einem unheilvollen Krieg zu retten…
Meine Meinung
Hm… Diesmal fällt es mir wirklich schwer, eine Rezension zu schreiben. Skulduggery Pleasant ist ein Kinder- und vielleicht auch Jugendbuch, das durch einige wunderbare Ideen auch erwachsene Leser zu bestechen vermag. Leider fehlt dem Buch eine gewisse Tiefe, die es für mich wirklich attraktiv gemacht hätte. Nun weiß ich nicht: Liegt es an meinem Alter? Liegt es an meinem Geschmack?…
Skulduggery ist eine tolle Figur! Er hat einen ordentlich schwarzen Humor, verrückte Einfälle und ist ohnehin durch und durch skuril. So etwas mag ich wirklich.
Gerade nach “Twilight” und “Splitterherz” weiß ich es ebenso zu schätzen, dass die 12-jährige Stephanie nicht als Jammerlappen, Heulsuse und/oder Dummchen daher kommt, sondern als ein schlagkräftiges, junges Mädchen, das gerne auch mal seinen eigenen Weg einschlägt und dabei riskiert, sich mächtig die Finger zu verbrennen.
Obwohl mir beide Figuren sympathisch sind, wurde ich nicht völlig warm mit ihnen – dieser Umstand mag darin begründet sein, dass die Handlung rast- und ruhelos von einer Seite zur nächsten jagt und nur wenig Raum bleibt, die Figuren, mit denen man sich auf die Reise begibt, richtig zu erfahren, richtig kennenzulernen. Kampfszenen wechseln sich ab mit dringend zu lösenden Rätseln, erneuten Duellen usw. – kurz und gut: Details bleiben
aufgrund des hohen Tempos der Handlung auf der Strecke. Deswegen gelingt es Landy in meinen Augen auch nicht so gut, eine wirklich mitreißende Atmosphäre zu entfalten, wie es z.B. in den Harry Potter Büchern von J. K. Rowling der Fall ist (Harry Potter führe ich hier übrigens nur an, weil die Skulduggery-Bücher von der Presse und von Buchkritikern gerne als Harry Potter Nachfolger gehandelt werden). Natürlich ist ein Kinderbuch anders aufgebaut als ein Roman für Erwachsene – doch auch ein Kinderbuch kann tiefer unter die Haut gehen als es bei Skulduggery Pleasant der Fall ist.
Die Handlung ist etwas dünn, verliert aber dank der vielen Kampfszenen nicht an Spannung und ist wunderbar auf eine Fortsetzung hin ausgearbeitet.
Ich herzlich viel gelacht bei der Lektüre, denn gerade die Dialoge zwischen Stephanie und Skulduggery machen das Buch wirklich lesenswert und witzig, auch, wenn man nicht allzu viel über die Protagonisten erfährt und sich diese im Großen und Ganzen auch nur wenig entwickeln. Als schöne Figur möchte ich hier noch Grässlich ins Feld führen – der Schneider hat mir wirklich sehr gut gefallen!
Fazit
Die Grundidee gefällt mir sehr gut, Skulduggery ist eine tolle Figur und ich bin gespannt, wie es weitergeht! Es hakt ein wenig an der Story, ein wenig am Detailreichtum und auch an den Figuren, dennoch ist es ein Kinderbuch, das auch Erwachsene zu unterhalten vermag. Ich vergebe 3 von 5 Sternen für “Skulduggery Pleasant: Der Gentleman mit der Feuerhand”, gebe offen zu, dass ich einfach mehr erwartet habe und nun wohl etwas enttäuscht bin – und ich freue mich bereits auf die Lektüre von “Skulduggery Pleasant: Das Groteskerium kehrt zurück”.
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Rezension zu “Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand” (Bd. 1)
Rezension zu “Skulduggery Pleasant – Das Groteskerium kehrt zurück” (Bd. 2)
Rezension zu “Skulduggery Pleasant – Die Diablerie bittet zum Sterben” (Bd. 3)
Rezension zu “Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium” (Bd. 4)